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Möglichkeiten für einen nachhaltigen Umgang mit Möbeln

Ein großes Thema auf diesem Blogs ist ja unter anderem auch „Nachhaltigkeit„. Aber was bedeutet Nachhaltigkeit in Bezug auf Möbel, und wie kann man nachhaltig(er) Möbel konsumieren?

 

Der immer schneller werdende Konsum, der beim Essen anfängt, und über Kleidung, Reisen, Medien und Mobilität bis hin zu den Möbeln reicht, hat uns in einen Teufelskreis gebracht. Und diesen Teufelskreis zu durchbrechen, ist nicht einfach. Kleine Schritte, angefangen beim Verzicht auf Fast Food, Fertiggerichte und Coffe To Go, über das Kaufen von Möbelklassikern guter Qualität, bis hin zum analogen Wochenende, an denen wir uns mit unseren alten Lieblingsbüchern auf der Couch entspannen …  sollte doch auch bei den Möbeln machbar sein, oder? Einfach mal gegen den Trend sein, seinem zu Hause in immer kürzeren Abständen wieder einen neuen Anstrich zu verpassen. Ist eigentlich ganz einfach. Denn wenn wir uns nicht von Trends bestimmen lassen, sondern uns mehr für einen nachhaltigen Umgang mit Möbeln einsetzen, erreichen wir schon eine ganze Menge.

Dabei sollten wir versuchen, unseren Kindern von klein an die Wertigkeit aller Dinge vorzuleben. Angefangen beim Frühstücksei, über die Schuhe und das Kuscheltier, bis hin zum Regal. Denn alle diese Dinge sind es wert, gepflegt und geachtet zu werden und gut auf sie auszupassen. Das heißt aber nicht, dass wir jetzt alle zu Messies werden soll. Im Gegenteil. Wer wenig hat der vermisst auch wenig. Wer viel hat fühlt sich oft erdrückt und erschlagen von all dem „Zeug“, dass sich im Laufe der Jahre angesammelt hat.

Aufarbeitung alter Familienerbstücke

Eine gute Lösung, neben der bewussten Achtung der Dinge, ist natürlich ein bewusstes Konsumieren. Der alte Sessel von Oma ist nicht wirklich schick, weil er nicht schwarz-weiß gestreift ist, sondern orange-geblümt? Näht euch einen Überzug, bis zum nächsten Trend ist das eine bessere Lösung, als den Sessel auf die Straße zu stellen und sich einen neuen zu kaufen.

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Glücklicher Straßenfund – diese Kommode aus einer Druckerei sollte weggeschmissen werden. Wir haben sie schon als Küchenherd, Besteckschublade, CD-Aufbewahrung und Bastelregal genutzt …

 

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Wenn die Koffer meiner Oma erzählen könnten … gestapelt oder einzeln (unter’m Bett) eine Prima Aufbewahrung.

 

Kauft „Designklassiker“

Wenn man Geld zuviel hat, tut man gut daran, es in „Klassiker“ zu investieren. Statt an Wert zu verlieren gewinnen diese meist an solchem, werden zudem selten bis gar nicht  weggeworfen, sondern haben meist einen hohen Wiederverkaufswert. Beispiele für zeitlos schöne Designklassiker findet ihr zum Beispiel auf schoener-wohnen.de.

Versucht die Möbel, die ihr kaufen wollt, als eure „Lebensbegleiter“ zu sehen. Ein Schaukelstuhl ist ein gutes Beispiel: vielleicht hat eure Mutter oder eure Oma ja noch irgendwo einen  rumstehen. Dieser Schaukelstuhl hat euch von klein auf begleitet, auf diesem Schaukelstuhl wurde vielleicht schon eure Mutter in den Schlaf gesungen, jetzt steht er bei euch und wartet auf eure Kinder, bis die groß sind, und dann schaukelt ihr euch Abends in euren Erinnerungen in den Schlaf …

J16 Schaukelstuhl

Dass man dieses Beispiel nicht auf alle Möbelstücke anwenden kann, ist klar. Aber es fängt mit einer Bewusstseinserweiterung an. Vielleicht geht der nächste Familienausflug in eine Freilichtmuseum, schaut euch dort die Wohnstuben und Aussteuer-Kisten an: das war gute Handwerksarbeit, die Dinge wurden über viele Generationen vererbt und weitergereicht. Irgendwann im letzten Jahrhundert hat dieses Phänomen leider abgenommen. Und jetzt ist es an uns, diesem sorglosen Konsum langsam ein Ende zu bereiten, und uns wieder auf das zu konzentrirern, was wirklich zählt und wichtig ist: denn wir wollen doch alle unseren Kindern eine saubere, lebenswerte Welt hinterlassen, oder?

Wie wäre es also mit einem Besuch auf dem Flohmarkt?

Als Kind habe ich es gehasst: die häufigen Flohmarktbesuche meines Vaters. Als Raumausstatter hat er sich dort oft seine Schätze zusammengesucht und wieder aufgemöbelt … meine Mutter war das Gegenteil, alles musste neu sein und pfleglich behandelt werden. Heute versuche ich eine gesunde Mischung, ich liebe Flohmarktbesuche, schaue immer erst bei eBay-kleinanzeigen, wenn ich etwas bestimmtes suche … aber genauso mag ich qualitativ hochwertige (neue) Dinge. Gute Flohmärkte gibt es in jeder Stadt, für besondere Schätze muss man  nur die Augen aufhalten und offen bleiben für Ideen und ein bisschen Nacharbeit bei der Restaurierung der Flohmarktfunde. Außerdem macht es einen Riesenspaß, hinterher das Ergebnis zu bewundern!

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Den großen „Korb“ gab es in einem kleinen Flohmarktlädchen. Die Schlepperei hat sich gelohnt!

 

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Den alten Werkschrank gab es auf dem Flohmarkt, die Stehleuchte ist eine Eigenkreation aus einem alten Stativ und einem Lampenschirm.

Möbel-Upcycling

Vor allem für individuelle Möbel sind Upcycling-Ideen perfekt. Unsere Esszimmer-Lampe besteht aus verschiedenen „Lampenschirmen“, wie zum Beispiel eine alte Vase, ein Trichter vom Flohmarkt, zwei alte Mini-Lampenschirme …

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Qualitativ hochwertige Möbel aus Holz

Den Vorteil von Holzmöbeln bzw. Möbeln aus Masivholz hatte ich hier schon kurz erläutert. Aber Achtung, wenn ihr euch für den Kauf von Holzmöbeln entscheidet, ist auch hier unbedingt darauf zu achten, wo das Holz herkommt! Denn allzuoft werden gerade bei unseren heimischen Möbelriesen Tropische Hölzer statt heimischer Kiefer verwendet, und die sind auf gar keinen Fall aus nachhaltiger Forstwirtschaft! Viele der verwendeten Möbelhölzer stammen aus dem hohen Norden Russlands, wo die Holzarbeiter innerhalb von Sekunden Jahrhunderte alte Bäume fällen. Es wird zwar legal, aber mit Blick auf die Umwelt rücksichtslos gerodet. Mitunter wird sogar das FSC-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft verliehen, denn es reichen lediglich 70 % des nachhaltig abgeholzten Holzes, die übrigen 30 % sind egal … Die Billigmöbel-Schnäppchenpreise der meisten hiesigen Einrichtungshäuser können neben der rücksichtslosen Rodung vor allem auch durch die Hungerlöhne der Arbeiter in Osteropa ihre Preis so niedrig halten. Der Monatslohn in Rumänien zum Beispiel liegt manchmal bei kaum 200 Euro. (Quelle: ZDF)

Eine gute Doku zum Thema findet ihr bei ZDFzoom „Woher kommen unsere Billigmöbel?“

Deswegen unbedingt auf die FSC-Siegel und das Herkunftsland von Holz und Produktion achten. Am besten sucht ihr euch einen Möbelmarkt eures Vertrauens! Gebt lieber mehr Geld für hochwertige, zertifizierte Möbel aus, statt schnell mal eben ein Regal zu kaufen, mit Holz aus fragwürdigem Baumbestand und einer so minderen Qualität, dass ihr es kurz darauf garantiert bereuen werdet. Ich könnte da jetzt einige Beispiele meiner eigenen Möbel-Sünden nennen … Eine große weiße Notlösung steht bei uns im Esszimmer – und dafür muss Nachhaltigkeit trotzdem funktionieren: wir werden den Tisch so lange behalten, bis er auseinander fällt. Und wegen der aufgeplatzten Stellen und sichtbaren Kratzer überall finden wir noch eine Lösung, hoffe ich!

Qualitativ hochwertig konnten wir dafür aber unser Kinderzimmer einrichten: mit Möbeln aus dem Hause de Breuyn.

DeBreuyn-Regal

Ein super-hochwertiges, und absolut spielbares Regal – mehr dazu bald auf dem Blog …

 

Alle von de Breuyn verwendeten Hölzer stammen stammen aus nachhaltigem Anbau und sind vom FSC – dem Forest Stewardship Council zertifiziert. Die Buchenhölzer stammen aus den Wäldern der Hohen Tatra inmitten der Slowakei. Seit mehr als 15 Jahren arbeitet de Breuyn dort mit zwei Hobelwerken zusammen, die de Breuyn jedes Jahr persönlich besucht Außerdem ist de Breuyn von Anfang an gelisteter Lieferant des Verbandes „ÖkoControl“ und unterzieht seinen Produkten in regelmäßigen Abständen den strengen Schadstoffprüfungen. Die Firma in Köln sowie die Tischlerei laufen mit Naturstrom. Durch den Bezug von Strom aus regenerativen Quellen  wird der Natur eine Menge CO2 erspart! Mehr zum Thema Nachhaltigkeit bei de Breuyn könnt ihr hier nachlesen.

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Seit 30 Jahre kreiert de Breuyn Kindermöbel mit viel Liebe und Leidenschaft, Nachhaltigkeit war dabei für die vielfältigen Kinder- und Jugendmöbel von Anfang an wichtig. Möbel mit System, vom Kleinkind bis ins Jugendzimmer oder auch für die Studentenbude. Die Möbel sind also doppelt nachhaltig: durch die Produktion und durch die lange Nutzung!

Basisbett B – passt sich an jede Lebenslage an und ist bereits für Kleinstkinder geeignet  (in 5 verschiedenen Varianten aufbaubar)

DeBreuyn-Hochbett-1

Oder doch lieber ein Spielbett?

Spielbett-deBreuyn

Es gibt also eine ganze Menge, was man gegen unnötigen Überkonsum machen kann. Am besten fangt ihr gleich an – und auch ich werde mich jetzt meinen nächsten Upcycling-Projekten widmen, die sammle ich übrigens auf Pinterest.

Mit freundlicher Unterstützung von de Breuyn.

 

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