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zuckerfrei – der Konzeptladen mit Blick auf Lokales, kleine und feine Manufakturen für Kinder von 0-8 Jahren

Auf unserer Tour durch Berlin mit dem AngelCab Urban haben wir einen kleinen Stopp bei der lieben Jessica von zuckerfrei gemacht.

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zuckerfrei findet ihr in der Anzengruberstraße 12 in Neukölln – und was für ein schöner Laden das ist!

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Bei zuckerfrei findet man außergewöhnliche Kindersachen, die ein ansprechendes Design haben, die Phantasie unserer Kinder beflügeln und auch uns Eltern gefallen. Dinge, die unter Verwendung natürlicher Materialien und Farben hergestellt werden, die sich toll anfühlen und die getrost auch mal in den Mund gesteckt werden können, von handverlesenen Herstellern aus der ganzen Welt, denen Nachhaltigkeit und fairer Handel genau so wichtig sind wie Jessica selbst.

Ein Laden also wie für uns gemacht.

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BB: Liebe Jessica, wie kam es zum eigenen Laden?

„Als unsere Tochter Fenna zur Welt kam, mussten wir feststellen, dass es in unserer Nähe keine Möglichkeit gab, schöne und nachhaltige Dinge für Kinder zu bekommen. Ich bestelle aus ökologischen Gründen nicht gerne online und ich wollte ungern nach Prenzlauer Berg fahren müssen, um Kindersachen zu kaufen. Ich wollte schon immer etwas Eigenes starten, es gab viele Ideen. Die Entscheidung hat mir meine Tochter letztendlich abgenommen, denn wenn wir neue Sachen für sie benötigten, waren die Wege meistens ziemlich lang und anstrengend. Im Laden hat meine Partner dann die Einrichtungselbst gefertigt. Wir arbeiteten Hand in Hand, haben meine Entwürfe besprochen und er hat sie umgesetzt.“

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BB: Wie sind eure Pläne für die Zukunft von zuckerfrei?

„Mein Partner und ich kommen beide aus einem Handwerksberuf und wir sind sehr kreative Menschen, dies möchten wir gerne in unser Konzept einfließen lassen. Ich habe schon damit begonnen ein eigenes Modelabel „zuckerfrei“ zu gründen … Als meine Tochter ins Laufalter kam, musste ich feststellen, dass es keine bequemen strong>Jeanshosen ab Größe 86 gab. Jeans ist ein wunderbar robuster und auch schützender Stoff, der im Kitaalltag und auch auf dem Spielplatz gut funktioniert. Cool und tragbar sollten sie sein, mir kam gleich ein Upcycling-Projekt in den Sinn. Somit habe ich Christina, die hinter dem Moderlabel Le Dernier Cri“ steckt, von meinem Ideen erzählt und sie hat sie dann für mich umgesetzt. Als gelernte Goldschmiedemeisterin könnte ich mir auch sehr gut vorstellen, eine eigene Schmuckkollektion für Kinder zu fertigen … Doch zuerst nehmen wir unseren eigenen Onlineshop in Angriff. Momentan sind wir noch bei Sugartrends, einem Shopportal für kleine Geschäfte und Designer mit eigenem Label.“

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BB: Was macht zuckerfrei so besonders, was habt ihr, was die anderen nicht anbieten?

„Es gibt viele kleine Manufakturen, die sehr spannende Produkte fertigen, und genau auf die haben wir ein Auge geworfen. So baut ein Familienbetrieb im Münsterland den Lauflernwagen, ein Familienvater aus den USA die Wanduhren, und die Papeterie kommt von Illustratorinnen aus Mainz und Berlin. Wir haben sehr viele Berliner Label in unserem Sortiment und möchten dies weiter ausbauen. Die  Kleider die wir anbieten kommen zu 90% aus Berlin. Wir lieben Lokales und möchten die kreativen Menschen um uns herum schätzen und transportieren. Kurze Transportwege, faire Bezahlung und mit Sorgfalt produzierte Dinge überzeugen uns. Da wir selbst aus einem handwerkkreativen Berufsfeld kommen, wissen wir, wie schwer es sein kann, Fuß zu fassen. Kreativität und Selbstverwirklichung sind unterstützenswert und genau das möchten wir zeigen.“

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BB: Wie wichtig ist dir Nachhaltigkeit im Laden und bei euch zu Hause?

„Uns ist Nachhaltigkeit sehr wichtig und wir schauen, wenn es um unsere Produkte geht, ganz genau hin. Es ist schon vorgekommen, dass scheinbar nachhaltige Produkte bei genauer Nachfrage nach Produktion und Herkunftsland selbst die Händler staunten, wie viel dann doch in China produziert wird, ohne dass etwas über die Arbeitsbedingungen vor Ort bekannt ist. Diese Produkte schließen wir konsequent aus. Unsere Geschenkverpackungen und Verkaufstüten sind aus Recyclingpapier und werden von uns handgestempelt. Als Versandverpackungen verwenden wir ausschließlich  ebrauchte Kartons. Auch bei uns zu Hause wird einiges selbst entworfen und angefertigt. Das Hausbett meiner Tochter besteht aus dem alten Holz des Kitakletterlabyrinths, welches entsorgt werden sollte. Aus demselben Holz haben wir übrigens auch den Blumenkübel gebaut, der vor dem Laden steht. Unsere Küche ist Marke Eigenbau und wenn die Schuhe im Weg rumstehen, wird der alte Seekoffer an die Wand geschraubt und als Schuhschrank umfunktioniert. Das sieht nicht nur schick aus, sondern zeigt auch, dass man nicht ständig neue Möbel kaufen muss.

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BB: Wie setzt ihr Nachhaltigkeit im Alltag um? 

„Aus schon vorhandenen Gegenständen lassen sich wunderbare neue Dinge zaubern. Aus einer alten Truhe wird ein Oberschrank für die Küche, aus einer Fahrradfelge eine Mobile und die alten  Einmachgläser an ein Brett geschraubt und als Gewürzregal umfunktioniert. Was früher gang und gäbe war, gerät heute leider in Vergessenheit. Man muss sich Zeit nehmen, doch oft ist kein Platz dafür im Alltag. Wem die Ideen fehlen, dem kann ich zwei Bücher ans Herz legen: „Mach Neu Aus Alt – Welt retten, Geld sparen, Style haben“ und „Ready Made – How to Make (Almost) Everything.“ Dem ein oder anderen bestimmt schon bekannt, doch beides sehr anregende Bücher. Wer gerne selbst Hand anlegt und sich über neue Ideen freut, wird sich begeistern. Es zeigt Sachen zum Selbermachen, aber auch Möbelstücke zum Inspirieren. Einige Sachen haben zusätzlich eine Anleitung  um Nachbauen, bei den anderen kann man sich inspirieren lassen und eigene Ideen entwickeln. Beide Bücher habe ich sehr gerne verwendet, als ich noch als Werkstattleiterin gearbeitet habe. Ich selbst blättere immer wieder gerne darin. Aber bestellt Bücher lieber beim Buchladen um die Ecke, als beim großen Onlinehandel, das spart unnötigen Auslieferfahrten, schont so die Umwelt und erhält die kleinen Läden im Kiez.“

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BB: Was sind deine persönlichen Lieblings-Labels/Produkte?

„Ich liebe die Bausteine von Uncle Goose. Die ABC-Würfel mit Tierbildern, Zahlen und Buchstaben sind wunderschön. Sie haben eine ganz besondere Prägung klassischer Ornamente. Auch die Antics-Blocks entzücken mich. Doch die Monsterbausteine „Stack and Scare“ sind meine Favoriten. Diese Klötze sind für mich etwas ganz besonderes. Monsteraugen, Zähne und kleine detailreiche geprägte Knöpfchen werden farblich abgesetzt, wunderbare Arbeit.

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BB: Und die deiner Tochter?

„Meine Tocher ist jetzt 2 ½ , ganz klar, die Wooden Story Sortierbox war ihr erstes, sehr geschätzes Spielzeug aus unserem Laden. Jetzt liegt bei ihr das Dip Dap Laufrad ganz weit vorne, damit lässt sich so schön die Welt erobern. Die Birkenholzschönheit wird in Lettland handgefertigt und ist ein echter Hingucker, auch für meine Tochter.

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BB: Welches Produkt würdest du werdenden Eltern unbedingt ans Herz legen?

„Ich finde die unifarbenen Wickeltaschen von dem Berliner Label mara mea wirklich gelungen. Die Wickeltasche ist nicht nur Wickeltasche, sondern auch Shopper, Laptoptasche, Rucksack, Umhängetasche und Kinderwagentasche in einem. Schlicht, schick, funktional und vor allem unisex, und kann auch von Nichteltern getragen werden. Die Taschen heben sich meiner Meinung nach von den herkömmlichen Wickeltaschen ab und sind echte Lebensbegleiter, auch noch nach der Wickelzeit. Das Design hat mich überzeugt, das haben die Mädels von mara mea echt gut hinbekommen.

Ganz lieben Dank für das tolle Interview – und wir sind gespannt auf all die Projekte die da noch kommen werden, und über die wir dann berichten dürfen 🙂

zuckerfrei findet ihr auf Facebook, Instagram und bei SugarTrends.

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Alle Fotos von Kerstin Müller –  kerstinmueller.me

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